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Über die Hoffnung

Wie können Eltern in die Zukunft blicken, wenn die Ärzte eine schlechte Prognose aussprechen?

„Wird mein Kind wieder laufen, lachen, sprechen können? Meine innigsten Wünsche und Hoffnungen berühren gleichzeitig den wunden Punkt. Was ist, wenn es nie wieder so sein wird?

Dennoch gibt der Gedanke Halt, dass ein Wunder geschehen könnte. Von einem Fall habe ich in der Zeitung gelesen, dass ein Kind nach Jahren im Wachkoma plötzlich unglaublich Fortschritte macht. Wieder laufen kann. Ich ergreife jeden Strohhalm, verausgabe mich in der Betreuung, damit es meinem Kind an nichts fehlt. Ich sammele Geld für kostspielige Therapien. Aber wo führt das hin? Hin zu meinem Kind oder von ihm weg?

Bietet die Hoffnung auf ein Wunder wirklich Trost? Soll ich meine Hoffnungen begraben, wenn ich mir eingestehe, dass kein Wunder geschehen wird?

Seit einiger Zeit nimmt unsere Tochter den Löffel selbst in die Hand, aber weil sie ihn so schief hält, landet das Meiste doch auf dem Boden. Dass sie es bald schafft, alleine zu essen, darauf kann ich hoffen. Und bis es soweit ist, üben wir eben noch.“