Wir stehen den Familien als Ansprechpartnerinnen in seelischer Not zur Verfügung. Wir suchen gemeinsam Lösungen für akute Probleme, sind aber auch als langjährige Begleiterinnen für betroffene Eltern und ihre Kinder da.
Aus Sorge, die Betreuung ihres Kindes nicht mehr leisten zu können, fürchten Eltern die Auseinandersetzungen mit ihren widersprüchlichen Gefühlen. Viele haben Angst, in ein Loch zu fallen, Depressionen zu entwickeln, wenn sie sich ihre Gefühle der Traurigkeit, der Wut, der Überforderung eingestehen. Zudem besteht bei vielen eine Hemmschwelle, sich einem Außenstehenden, etwa einer Therapeutin, anzuvertrauen.
Da aber die psychische Belastung betroffener Familien enorm ist, bemühen wir uns, niedrigschwellige psychotherapeutische und atemtherapeutische Entlastungsangebote zu schaffen, und suchen gemeinsam mit ihnen individuelle Bewältigungsstrategien für ihre Lebenssituation.
Eine Methode, deren positiven Effekt wir bei Eltern von Kindern im Wachkoma feststellen konnten, ist die prozessorientierte Atemarbeit. Dabei werden Atem- und Entspannungstechniken vermittelt, die helfen können, ein körperliches und seelisches Gleichgewicht wieder zu finden. Die Eltern lernen, die Achtsamkeit auf den eigenen Atem zu richten. Dann die Atembewegungen ihres Kindes in den unterschiedlichen Körperbereichen durch Berührungen wahrzunehmen und dem Kind so diese Bereiche erfahrbar zu machen. Gleichzeitig eröffnet sich dadurch ein neuer Kommunikationsweg zwischen Eltern und Kind.
