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Ein Moment verändert das Leben

Wenn das Großhirn geschädigt wird, zieht sich der Mensch in sein Innerstes zurück. Mit viel Glück, medizinischer Betreuung und intensiver persönlicher Zuwendung gelingt es manchmal, ein Kind in winzigen Schritten aus dem Zwischenreich Wachkoma zurückzuholen.

Die häufigsten Ursachen für ein Wachkoma bei Kindern sind ein Verkehrsunfall oder ein Beinahe-Ertrinkungsunfall. Durch den Unfall werden Bereiche des Gehirns akut geschädigt, die Funktionen des Großhirns sind beeinträchtigt. Dies führt zu einer Störung der Wahrnehmung, der Wachheit und des Bewusstseins. Medizinisch spricht man vom apallischen Durchgangssyndrom. Eine Rückbildung dieses Zustandes kann nach kurzer Zeit oder erst nach Monaten einsetzen, der Zustand kann aber auch von unbestimmbarer Dauer sein.

Das Wachkoma wird inzwischen nicht nur unter medizinischen Aspekten betrachtet. Seit Mitte der neunziger Jahre deuten auch Neurologen das Wachkoma als mögliche Schutzfunktion, als körperliche Reaktion auf die Hirnschädigung. „Es ist eine fragile Lebensform am Rande zum Tod. Aber auch ein möglicher Ausgangspunkt für eine neue Lebensentwicklung.“ (Vgl. A. Zieger)