Vielen Familien gelingt das Annehmen ihrer Lebenssituation auf funktionaler Ebene. Sie schlagen sich tapfer durch die Bürokratie und entwickeln sich zu Pflegeexperten. Sie wachsen über sich selbst hinaus. Gleichwohl leben sie mit der Angst, die Pflege des Kindes, die Weiterführung ihres Familienalltags nicht bewältigen zu können. Zahlreiche Eltern trauen sich kaum einzugestehen, dass sie ihrem Kind, so wie es vor dem Unfall war, nachtrauern. Und dass die neue Lebenssituation, mit so schwierigen Gefühlen wie Wut, Hilflosigkeit, Resignation, Verzweiflung, Schuld, Angst und Isolation verbunden ist. In der Sorge, sie könnten in ein schwarzes Loch fallen, sie könnten die Fürsorge für ihr Kind nicht mehr leisten, wenn sie sich diesen Gefühlen stellen, wird häufig die Auseinandersetzung damit verdrängt.
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